Screening

Dr. Thomas Ullein ist programmverantwortlicher Arzt für das Mammographie-Screening in Oberfanken.

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Was macht man damit, wo wird es eingesetzt

Seit Mitte 2003 gab es in Bayern die Mammographie-Reihenuntersuchung bei Patientinnen zwischen 50 und 70 Jahren, das sog. Mamma-Screening. Seit 2007 wurde dieses Modell den bundesdeutschen Anforderungen und Vorgaben angepasst. Hierbei übernehmen ein oder zwei speziell in der Brustdiagnostik und Brustkrebsfrüherkennung erfahrene Ärzte die Gesamtleitung für die Reihenuntersuchung in einzelnen bayerischen Regionen (Screening-Netze).


Untersucht werden dabei die Frauen, die keinerlei äußere Hinweise auf das Vorliegen eines Brustkrebses haben. Das heißt, es wird hier nach den Vorstadien und Frühformen durch die Mammographie gefahndet. Werden diese Veränderungen rechtzeitig erkannt, kann man die Gesamtsterblichkeit der Frauen an Brustkrebs (er ist die häufigste Krebsform der Frau und betrifft nahezu jede zehnte Frau in ihrem Leben) spürbar reduzieren.

Als Arzt kann an diesem Projekt nur teilnehmen, wer genügend Erfahrung in der Mammographie nachweisen kann. Die progammverantwortlichen Ärzte (PVA) müssen beispielsweise jährlich mindestens 5000 Mammographien beurteilen und sich zum anderen regelmäßigen Überprüfungen ihrer diagnostischen Fähigkeiten unterziehen. Auch an die Gerätetechnik und die Ausbildung der durchführenden Assistentinnen werden hohe Anforderungen gestellt.

Sämtliche Aufnahmen werden dann noch von einem zweiten Experten begutachtet. Bei verdächtigen oder unterschiedlich bewerteten Untersuchungsergebnissen werden in wöchentlich statt findenden Konferenzen mit weiteren Experten dann das weitere Vorgehen besprochen.
Das oberfränkische Screening-Netz arbeitet komplett mit der digitalen Mammographie.


Stand und Ablauf im Screeningnetz Oberfranken

Eingeladen werden Frauen im Alter von 50 – 69 Jahren durch die Zentrale Stelle nach Postleitzahlen und zwar unabhängig von ihrer Krankenversicherung. Sie erhalten einen festen Termin bei einem der beiden programmverantwortlichen Ärzte Dr. Ullein (Radiologe
in der Praxis im Dürerhof) oder Dr. Hausser (Gynäkologe) in Bayreuth oder in einer der Außenstellen.

Die Außenstellen sind: Die Screeningeinheit in Weiden, in Kulmbach und in Kronach, das Sana-Klinikum in Hof und die Gynäkologen Dr. Ries in
Waldsassen und Dr. Eulenburg in Ebermannstadt.

Diesen Termin können sie unter der Telefonnummer 089 / 570 93 40 200 bestätigen oder verlegen. Selbstverständlich steht es den Frauen frei,
auch direkt mit dem angegebenen Arzt einen Termin ihrer Wahl zu vereinbaren.

Auch der direkte Zugang als „Selbstzuweiser“ steht anspruchsberechtigten Frauen offen: Sie können sich direkt an einen Screening-Arzt wenden, der dann alles Erforderliche für sie veranlasst. Kassenversicherte Frauen müssen die Versichertenkarte vorlegen. Auch Frauen, die außerhalb der Screeningregion Bayreuth wohnen und versichert sind (Sachsen, Thüringen, Oberfranken, Unterfranken, Hessen), können durch Vorlage ihrer Versichertenkarte am Digitalen Mammographie-Screening Programm teilnehmen. Die Freischaltung erfolgt in jeder Mammo-
graphie Erstellereinheit. Die digitalen Mammographien werden von besonders qualifizierten Experten beurteilt, die sich einer jährlichen Prüfung unterziehen müssen. Alle Mammographien werden von zwei und ggf. drei versierten Befundern unabhängig voneinander angesehen. Vier und sechs Augen sehen mehr.

In der wöchentlich stattfindenden Konsensuskonferenz, an der die Programmverantwortlichen Ärzte, die Befunder und die Radiologischen Fachkräfte teilnehmen, werden auffällige Mammographien beurteilt und festgetellt, ob Abklärungsbedarf vorliegt. Dies muss nicht bedeuten, dass Krebs festgestellt wurde. Vielmehr wird zunächst durch Spezialaufnahmen und Ultraschall der Brust festgestellt, ob tatsächlich ein Verdacht vorliegt.

Erst dann folgt die minimalinvasive Diagnostik, bei der durch eine Nadel eine Gewebeprobe aus der Brust entnommen wird. Die feingewebliche Untersuchung wird von der Pathologin Oberärztin Dr. med. Hildegard Volkholz vorgenommen und liegt in weniger als 7 Tagen vor. Damit ist sichergestellt, dass gesicherte Verdachtsfälle innerhalb kürzester Zeit einer Behandlung zugeführt werden können. Auch die feingewebliche Untersuchung ist einer Zweitmeinung unterworfen: Jedes Präparat wird von einem Münchner Pathologen nochmals beurteilt.

Ist die Mammographie von zwei Experten unabhängig voneinander als unverdächtig eingestuft worden, erhalten die Teilnehmerinnen innerhalb
von sieben Tagen ein persönliches Benachrichtigungsschreiben. Sollte sich aus der Abklärungsdiagnostik ein Verdachtsfall ergeben, werden die betreuenden Ärzte (Hausarzt und Frauenarzt) zeitgleich schriftlich informiert.


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