Der interessante Fall

Vielfach wird als die beste Methode zur Ermittlung der Knochendichte die DXA-Messung (ein nuklearmedizinisches Verfahren) angepriesen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass diese Methode
durchaus fehlerhafte Ergebnisse liefern kann. Dies wird durch folgenden Fall einer 74jährigen
Patientin belegt.

Vor zwei Jahren wurde eine Kernspintomographie der Lendenwirbelsäule angefertigt ohne
Auffälligkeiten der Wirbelknochen.

 

 

Mittlerweile ließ die Patientin wegen zunehmenden Rückenschmerzen eine Knochendichtemessung
mit der DXA Methode durchführen. Die Diagnose der Ärzte, die diese Methode anwenden, war:
Keine Osteoporose.

Da die Patientin jedoch zunehmende Schmerzen bekam wurde sie nochmals kernspintomographisch
untersucht. Diese Untersuchung ergab insgesamt drei gebrochene Wirbelkörper. 

Da die Patientin keinerlei Sturz oder Verletzung erlitten hatte kontrollierten wir die Knochendichte mittels der Osteo-CT. Das Ergebnis bestätigte den Verdacht einer Osteoporose mit hierdurch bedingten Wirbelbrüchen.


Wie beurteilt die Praxis im Dürerhof diesen Fall?

Dieser Fall ist ein Beispiel dafür, wie kompliziert es für Ärzte und Patienten sein kann, die richtige
Entscheidung über Diagnostik und Therapie zu fällen. Nicht nur die Betreiber von DXA Geräten
sondern auch wissenschaftliche Gesellschaften favorisieren die DXA-Methode. Gegen diese
Meinung ist nichts einzuwenden. Aber es nicht angemessen, die DXA unkritisch als das einzig
richtige Verfahren darzustellen und die Osteo-CT abzulehnen:

Die DXA kann nämlich insbesondere bei älteren Patienten durch Überlagerungseffekte (z.B. durch
Kalk in der Schlagader, Kalkspangen an den Wirbeln und Abnutzung der Wirbelgelenke) falsche
Werte ermitteln! Das Osteo-CT hat diesen Nachteil nicht. Aber auch diese Methode muss immer
selbskritisch angewendet und ausgewertet werden.

MRT der Lendenwirbelsäule 2006
"Normalwert" in der DXA-Messung
2008: Durch Brüche verformte Wirbel
Deutlich erniedrigter Wert der Knochendichte im Osteo-CT
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